Motivation:

 

Ich verlasse gerne den Elfenbeinturm und spreche vor Unternehmen, Nicht-Regierungsorganisationen und Verbänden.  Die Neugier auf deren Fragen ist für mich inspirierend, umgekehrt kann mein Forschungs- und Gedankenfundus vielleicht anregend sein, im besten Sinn sogar orientierend und eine Differenz setzend, oder produktiv verstörend. Vorträge und Gesprächsbeiträge gestalte ich individuell, aus dem Gespräch heraus. Mein Vortragsstil ist von der Lecture Performance geprägt: zum  Tableau von Gedanken und Erkenntnissen aus Vergangenheit und Gegenwart kommt die spontane „Verfertigung der Gedanken beim Reden“. Spielfreude, Leidenschaft und Ironie setze ich ein,  um gegenwärtige Tendenzen zu beleuchten und direkte Bezüge zu den Anliegen des Auditoriums herzustellen.  

Es geht um die Sache, aber zugleich um die beteiligten Personen – unser individuelles und öffentliches Leben.

Ich freue mich über Ihre Anfragen, die Sie bitte an die Agentur Goldengap richten

 

 

Vortragsthemen für Unternehmen und Verbände (Auswahl):

Jenseits der Ideologien: Zur Ethik der vernetzten Welt

Sozialismus und Nationalismus haben das 20. Jahrhundert geprägt und gezeichnet. Sie sind fulminant gescheitert – doch als Wiedergänger zunehmend anzutreffen. Der Vortrag fragt, welche Ethik eine globale, globale Welt braucht, und vielleicht schon hat, die zugleich voller Spannungen und Widersprüche ist.  

Die Seele Europas: Was in der Krise verbindet

Europa ist, nach einer Aussage von Ralf Dahrendorf schon aus den neunziger Jahren, zum „Cold Project“ geworden. Doch selbstverständlich ist es nicht mehr. Nationale Bewegungen, eine Internationale der Anti-Europäer, melden sich zu Wort, die den europäischen Frieden selbst in Frage stellen. Welche Narrative, welche Quellen, in der Spannung von Idee und Realität, machen Europa aus? Danach fragt der Vortrag und skizziert Antworten.

Die Trolle kehren zurück: Intervention gegen die Neue Rechte

Ich habe aus einer Grundhaltung, die Innovation und Tradition zu verbinden versucht,  lange Zeit das Gespräch mit Konservativen gesucht und kenne viele ihrer Exponenten aus der Nähe. Der unerwartete machtpolitische Aufschwung und das Erwachen einer neuen Rechten hat mit dem Konservatismus, den ich meine, nichts zu tun. Eine klare, harte Analyse, die persönliche Reminiszenz mit dauerhaften Einsichten verbindet, scheint mir deshalb geboten. Der Vortrag leistet sie.

Kleine Philosophie des Digitalen

Digitalität und Netz haben Leben und Denken verändert wie keine Innovation seit dem Buchdruck. Dieser Befund ist so trivial wie tiefgehend. Es gibt apokalyptische und euphorische Folgerungen daraus.  Der Vortrag analysiert, was Denken und Handeln im digitalen Zeitalter ausmacht: Er sieht weder das Paradies noch das Ende aufbrechen, auch nicht den Transhumanismus, sondern – vielleicht – eine neue Metamorphose der Humanität. Philosophie scheint mit ihrem Jahrtausendgedächtnis von der Welt der digital natives denkbar weit entfernt zu sein. Dennoch hat sie dazu etwas zu sagen. Diesen Nachweis wird der Vortrag erbringen.

Krieg und Frieden. Lehrt die Geschichte, dass die Geschichte den Menschen nichts lehrt? Überlegungen im Blick auf die Krisen der Gegenwart

Die Weltgeschichte ist ein Pas de deux zwischen Krieg und Frieden. Sollte es eher heißen „im letzten Frieden“ oder „im letzten Krieg“, hat sich schon Kurt Tucholsky gefragt. Der Krieg verändert sein Antlitz, wird zum Terror, zum „low intensity war“: In diesem Vortrag frage ich, was dies für unser Nachdenken über uns selbst, die Conditio humana, bedeutet und was wir zu erwarten haben: Ein Weiter-treiben des Pas de deux?, die Verwirklichung des Ideals einer geeinten Menschheit oder die Selbstzerstörung. Darüber lohnt es sich nachzudenken.

Sinn und Glück: Philosophische Quellen gelingenden Lebens

Was macht ein gelingendes Leben aus? Wie schwer oder wie leicht ist es zu haben? Ratgeberliteratur gibt es vielfältig – und wird, überdosiert genossen, selbst zu einer „Anleitung zum Unglücklichsein“ (Watzlawick).  Weltphilosophie, Weltreligionen und Weltliteratur haben darauf eigene Antworten: Sie gehen soweit, Glück sogar im Unglück zu versprechen. Der Vortrag folgt diesen Glücksversprechen und fragt, ob und inwieweit ihnen zu trauen ist. 

Vielheit der Kulturen und Religionen – Eine Welt: Perspektiven der globalen Welt im 21. Jahrhundert

Noch nie zuvor in der Geschichte war sich die Menschheit so nahe gerückt wie heute. Doch auch die Konflikte und Spannungen sind so nahe wie kaum je zuvor. Sie betreffen buchstäblich alle und alles. Ich frage, welche Perspektiven das 21. Jahrhundert aus einem politischen und philosophischen Blick bietet. Kein Blick durch die Glaskugel, wohl aber ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten – trüberen und schöneren Aussichten.